in der tragisch-hoffnungsvollen letzten arbeit »momentum«, traf der zuschauer auf einen mann: allein in einem zimmer – ein einsamer und seine schimären … die neue kreation beginnt, wo die andere endete. aus dem kokon seiner gedanken über die innersten dinge, wendet er sich in die gesellschaft, reflektiert brennende themen: das barbarische in der realität, ein wüten … fallen die menschen buchstäblich übereinander her? die welt überschlägt sich in zeit, grausamkeit, zerstörung.

in »volto umano« infiltriert gewalt die mikrogesellschaft der interpreten, sickert in und aus ihre/n körper/n. das stück bewegt sich zwischen den „kleinen un-taten“ in der gesellschaft, in denen das erbarmungslose hervorkommt. es verkörpert, wie dünn die decke der zivilisation ist, wenn ethik und moral barbarei zum opfer fallen.

»volto umano« offenbart die menschlichen schwächen und zielt dabei mitten ins herz der gegenwart, die sich zunehmend von der menschlichkeit entfernt. es bringt die hybris des menschen zum vorschein. in einer überfordernden dynamik der modernen welt kann sich alles von einem zum anderen moment verändern und ins verhängnisvolle stürzen.

wenn gewalt unser leben durchdringt – welches gesicht kommt zum vorschein?

»a critique towards society told with the sensitivity of an artist who has accustomed us to works of great depth.« (campadidanza.it)

eine produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher unterstützung des landes berlin, senatsverwaltung für kultur und europa.

konzept/choreographie

toula limnaios

musik

ralf r. ollertz

tanz/kreation

daniel afonso, leonardo d’aquino, priscilla fiuza, alba de miguel, alessio scandale, katja scholz, hironori sugata, karolina wyrwal

lichtdesign

felix grimm

raum/kostüme

antonia Limnaiou, toula limnaios

choreographische assistenz

ute pliestermann

public relation

silke wiethe

tourneen kooperationen

sanya tsekov

licht und bühnentechnik

domenik engemann, jan römer, leo tsirigotis