»anderland« is the brighter side of a diptych about airiness in gravity and the unbearable lightness of being. this piece explores our longing for a tangible reality. »anderland« is a choreographic essay on the pursuit of happiness and the veil of melancholy. it challenges the sensation and perception of time, the desire for rootedness and yet again the volatility of life in front of them.
toula limnaios never stages crude facts, but rather the nervous intensity of existence’s inner strife. the images she uses are always kept open enough to allow one to discover both personal tragedies in them, as well as general social criticism. pausing in the moment and yet hovering in time. seven performers glide through delicately sculpted scenes as if chasing shadows – near and far – familiar and yet foreign. »anderland« drifts through a beautiful and wistful echo of a moment and shimmers as a fictive place, an intimate frontier, melancholy beauty, eerie occurrence and tender elegy.

»…toula limnaios never puts answers on stage, she shakes us with their questions, always with impeccable technical skills and creativity. through movements and poetic images they can trigger feelings in the viewer with a dance that extends the possibilities of body language, why toula limnaios consolidates  as one of the great creators of contemporary dance and her company is one of the most expressive today.« (vivadança, silvana moura, 2014)

a cie. toula limnaios production supported by the cultural department of the city of berlin.
tours: londrina, salvador de bahia, belo horizonte, florianópolis, foz do iguaçu, natal

re-creation 2014 dance: giacomo corvaia, marika gangemi, samuel minguillon, victoria p. miranda, hironori sugata, karolina wyrwal, inhee yu

concept/choreography

toula limnaios

music

ralf r. ollertz

dance/creation

maría de dueñas lópez, hwan hee hwang, amit preisman, mayra wallraff, fernando balsera, alexander carrillo, antonios vais

lightdesign

jan langebartels

costumes

antonia limnaios, toula limnaios

public relation

silke wiethe

fotos

sabine wenzel, cristiano primi

reviews

»toula limnaios is one of the most important choreographers in berlin. over the last 15 years, she has gained a reputation as one of the most distinguished inventors of contemporary dance and her work is met with great acclaim both in berlin and on her regular tours abroad. »anderland« is another one of her small miracles. she has managed to combine an almost overly prosaic perspective on that which is, a skeptical existentialism including all its tragedy and all its earnestness with dream-like visions of poetry.« (rbb kulturradio, frank schmid)

»captivating, dynamic sequences of movement with a unique sensual quality. a choreographic journey of simple as well as fanciful poetic images. the fine understanding of corporeality, composition and material is paired with an idiosyncratic, rare sensual quality, technical perfection and expressivity. an evening filled with a wealth of stories.« (www.tanzpresse.de, j. wieland)

»the cie. toula limnaios tour is one of the main cultural events concluding the alemanha + brasil. quando ideias se encontram. a cultural reencounter and new rendezvous with one of the most innovative companies for modern dance made in berlin. toula limnaios’ associative dance pieces revolve in constantly new perspectives around a human world thrown out of joint, drawing a communicative strength out of it that captivates both national and international audiences. in screaming silence, she choreographs and stages the loneliness, the forlornness, the numbness found in the rituals of normality. in poetic, as well as disturbing movement creations…« (dr. karin schmidt-feister, article for the goethe institute on the »anderland« tour of the cie. toula limnaios)

»the most impressive thing about the cie. toula limnaios is not their unbelievable sense of space and movement, nor their wisdom in handling the scenic means or the quality of the dancers. no only is a great performance to be expected, but toula limnaios also heightens the expressive power of dance itself … watching a performance by the company means more than just simply observing the dancers, but rather taking a trip into our own inner selves, reflecting the conflicts of our existence.“ (vivadança, s. moura about the »anderland«-tour within the german-brazilian year, may 2014)

»verstörende bilder menschlicher angst, allmächtiger psychischer wie physischer überforderung und ohnmacht. mensch und welt – welt und menschen – die risse, die toula limnaios in zeiten der sprachlosigkeit metaphorisch freilegt, schmerzen. es ist diese subtile assoziative bezogenheit aller darstellerischen mittel, die den zuschauer zum intensiven hinsehen, hinhören, mitdenken einlädt . ›anderland‹ zeigt bruchstücke der verzweiflung. ein tanztheater, das in zeiten der geschwätzigkeit die existenzielle sprachlosigkeit thematisiert, damit der mensch in seiner existentiellen not zur sprache kommt. es ist ein tanzstück der not am unerträglichen sein, mit jedem verlust von menschlichkeit gewinnt die fratze des inhumanen beängstigende konturen.« (dr. k. schmidt-feister, neues deutschland)

»die cie. toula limnaios in ihrer halle tanzbühne berlin hat ein publikum, das auf philosophisch oder literarisch grundierte erbauung durch den tanz hofft. auf bilder, die im kopf haften bleiben … folien trennen publikum und bühne. die sieben treten nah an ihren schatten, den sie auf die folie werfen, so nah, dass ihre gesichter klar und schön werden, während ihr um einen halben schritt zurückgetretener körper unscharf bleibt und weichgezeichnet. von wegen weichgezeichnet. dem körper geht es genau anders herum. amit preisman liegt am boden, der rest der mannschaft benutzt ihren körper als sprungbrett, um sie buchstäblich umzutreten. das ist irre, und natürlich unfein. weil sie von einem stapel presseerzeugnisse ihren absprung fand, ist es aber irgendwie auch inhaltlich: ein opfer der presse. deren erzeugnisse, gleichauf mit einem akustischen sammelsorium von radiostimmen aus der nachrichtenflut, sind der unheimliche gegner, der motor einer choreografie, die sich gegen ihre mittel aufbäumt. die ist nur überwältigt durch die flut an information. zeitungspapierfetzen werden vom ventilator angetrieben, treiben auf ein pas de deux von hwan-hee wang und alexander carrillo ahumada zu, drohen sie wegzublasen. im strom der information weht unsere liebe fort. widerständig wird ein nackter körper von lippenstiftküssen bedeckt. erschütternde erkenntnisse, die fasziniert angeschaut werden.« (www.kultiversum.de, startseite/ tanz, arnd weseman)

»bevor in genau einer woche das internationale tanzfest, tanz im august, beginnt, hat eine der wichtigsten berliner choreographinnen zur premiere eingeladen: toula limnaios. seit 15 jahren in berlin, gilt sie mittlerweile als eine der bedeutendsten erfinderinnen des zeitgenössischen tanzes, wird in berlin und bei ihren auslandstourneen regelmäßig gefeiert. auch ihr neues stück anderland, eine leicht überarbeitete fassung einer wenige monate alten produktion, ist wieder reiner limnaios-zauber.
ihre arbeiten haben immer einen nachhall, können irritieren und verstören und sind immer voller verdichteter poetischer, traumwandlerischer miniaturbilder. es ist, als stünden sich hier zwei welten gegenüber, eine aufgeregte und überdrehte außenwelt und eine dadurch eingetrübte und zermürbte innenwelt. man könnte anderland also verstehen, als den traum von einer anderen welt, von einem anderen dasein, ein traum allerdings, der nur skeptisch geträumt wird, mit dem vollen wissen seiner unwahrscheinlichkeit. … es bleibt der gesamteindruck einer erneut außerordentlichen choreographie, die die ausnahmestellung von toula limnaios in der berliner tanzszene bestätigt. es ist wieder ein kleines wunderwerk, in dem es ihr gelingt, einen fast schon zu nüchternen blick auf das, was ist, einen skeptischen existenzialismus mit all seiner tragik und allem ernst zu verbinden mit traumbildern voller poesie. es ist auf eine ganz simple weise berührend und wunderschön.
ein sehr gelungener auftakt für den tanzmonat august, der uns ja mit dem internationalen tanzfest hoffentlich noch einige bedeutende abende bescheren wird.« (rbb kulturradio 2012)

»wie winde wild worte wirbeln. toula limnaios zeigt ihr tanzstück über die sehnsucht nach wirklichkeit. unbeirrbar von alle moden spinnt sie ihre somnambulen traumbilder, die poetisch sind. auch wenn es so etwas wie eine grundverfasstheit in den limnaios’schen arbeiten geben mag, sind die welten, durch die ihre tänzer treiben, grundverschieden. ganz einfach sind die mittel. da greift ein tänzer etwa in einen ventilator und hält ihn einer tänzerin vor das gesicht, das haar weht, der körper bebt, als würde gleich ein orkan ausbrechen. aber eben so funktioniert theater. toula limnaios, immer auf der spur unserer rätselhaften existenz, weiß das genau. und erfindet immer wieder neue, überraschende, traumwandlerische miniaturen.« (berliner zeitung, michaela schlagenwerth, 2012)

»toula limnaios stellt subtile bilder menschlicher angst und überforderung zur diskussion. mensch und welt – welt und mensch – die risse, die sie in zeiten der sprachlosigkeit metaphorisch freilegt, schmerzen. wie widersteht der einzelne dem sturm unserer zeit? vier frauen und drei männer treiben allein im vor und zurück. es ist diese subtile assoziative bezogenheit aller darstellerischen mittel, die den zuschauer zum intensiven hinsehen, hinhören, mitdenken einlädt skulpturales tanztheater, das in zeiten der geschwätzigkeit die existenzielle sprachlosigkeit thematisiert, plötzlich liegt eine traumverlorene schönheit über der szene, die das publikum mit einem lächeln in sich aufnimmt. erneuter bruch. die genau getimte akustische tonspur von ralf r. ollertz gibt den szenen scharfe kontur, nah an der realität und zugleich frei fabuliert und verwoben mit den abgründen wie sehnsüchten menschlicher existenz. in der beschränkung lebt die sehnsucht nach dem <anderland> auf. toula limnaios gelingt mit ihrem tänzer-septett eine intensive bildstarke szenenfolge über die auflösung aller sicherheiten, die sich körpersprachlich eingräbt. die halle tanzbühne berlin erweist sich erneut als ein unverwechselbarer, energiegeladener tanzraum …« (neues deutschland, berlin – kultur, dr. k. schmidt-feister)

»in sinnlicher bewegungsqualität ereignen sich bezaubernde, rasante sequenzen. die choreografie begeistert mit einfachen wie phantasievoll poetischen bildern. in diesem jahr feiert die cie. toula limnaios ihr fünfzehnjähriges bestehen; die choreografin hat es in dieser zeit immer wieder geschafft, ihre compagnie personell zu erneuern, frische impulse zu setzen und sich dennoch treu zu bleiben. auch ›anderland‹ verzaubert durch das feine gespür für körper, komposition und material mit einer eigenen, selten gewordenen sinnlichkeit technischer perfektion, ausdrucksstärke und einem reichtum an geschichten, die sich darin lesen lassen.« (j. wieland, www.tanzpresse.de)

»toula limnaios setzt nie antworten auf der bühne, sie schüttelt uns mit ihren fragen, immer mit tadellosen technischen fähigkeiten und kreativität. sie können durch bewegungen und poetische bilder empfindungen im betrachter auslösen mit einem tanz, der die möglichkeiten der körpersprache erweitert, weshalb sich toula limnaios als eine der großen schöpfer/ kreativen des zeitgenössischen tanzes festigt und ihre compagnie heute eine der ausdrucksstärksten ist.« (vivadança, notícias, silvana moura, 2014)

»… eine der wichtigsten berliner choreographinnen hat eingeladen: toula limnaios. seit 15 jahren in berlin, gilt sie mittlerweile als eine der bedeutendsten erfinderinnen des zeitgenössischen tanzes, wird in berlin und bei ihren auslandstourneen regelmäßig gefeiert. ›anderland‹ ist wieder ein kleines wunderwerk, in dem es ihr gelingt, einen fast schon zu nüchternen blick auf das, was ist, einen skeptischen existenzialismus mit all seiner tragik und allem ernst zu verbinden mit traumbildern voller poesie.« (rbb kulturradio, frank schmid)

»poetische traumbilder. eine tanzreise mit intensiven bildern, die ohne worte viel erzählen. ›anderland‹ – der traum von einem anderen dasein – geträumt im bewusstsein seiner unwahrscheinlichkeit.« (3sat-kulturmagazin von zdf, orf, srf und ard, 2014)