in unserem online programm veröffentlichen wir dokumentationen und interviews, die ganz besondere einblicke in unsere arbeit und eine intime nähe zu den interpret*innen ermöglichen. dieses programm ist für sie kostenlos. sie können uns aber mit einer spende helfen. zeitlich begrenzt zeigen wir an dieser stelle auch immer wieder livestreams und filmfassungen unserer werke. die termine finden sie in unserem kalender.
»und schlag auf schlag!
werd ich zum augenblicke sagen:
verweile doch! du bist so schön!« (goethe)
»wenn jeder mensch glücklich ist, dann wird es auch keine zeit mehr geben, weil sie dann gar nicht mehr gebraucht werden wird. man wird sie nirgends verstecken. die zeit ist schließlich kein ding, sondern eine idee. sie wird im verstand verlöschen.« (dostojewskij)
»minute papillon« ist ein stück über zeit. sie ist unabdingbar und somit mit jeder existenz verbunden. im zeitalter einer erschöpften gesellschaft sind wir driftende, surfen durch die welle des lebens, in tempowahn und zeitnot. die französische redensart »minute papillon« als »halte einen moment inne« übersetzt, drückt den wunsch nach leichtigkeit, unsere suche nach glück und die kurzlebigkeit unseres zyklus als mensch aus.
die geschichten davor, dazwischen und danach, die sehnsucht, dass alles so bleibt oder sich alles verändert, verkörpern die tänzer – zugleich wie ein fluss und ufer, ein fundament und eine last. über ihnen wie chronos auf einem turm, schaufelt ein mann unablässig erde hinunter, unter ihnen flecken von wachsendem gras. in »minute papillon« entstehen schicht um schicht passagen zwischen dem ablauf und der endlosigkeit der zeit, perspektiven ihrer widersprüchlichen züge: magie und unbeugbarkeit, menschlichkeit und unwürdigkeit, irrealität und unentrinnbarkeit.
»… und chronos schaufelt … zutiefst menschlich zeigt toula limnaios in leisen, intensiven bildern die vergänglichkeit des lebens. ein bewegendes erlebnis.« (neues deutschland tanznetz, k. schmidt-feister, 2015)« (neues deutschland, k. schmidt-feister, 2015)
die cie. toula limnaios wird gefördert durch die senatsverwaltung für kultur und gesellschaftlichen zusammenhalt.
konzept/choreographie
toula limnaios
musik*
ralf r. ollertz
tanz/kreation
daniel afonso, leonardo d’aquino, katja scholz, hironori sugata, karolina wyrwal, inhee yu
assistenz
ute pliestermann, giacomo corvaia
lichtdesign
jan langebartels
raum/kostüme
antonia limnaios, toula limnaios
licht/bühnentechnik
domenik engemann, jan römer
tourneen/kooperationen
marie schmieder
public/relations
sarah böhmer
schnitt
walter bickmann
kameras
walter bickmann, doris kolde, dominik schötschel
*Zitate aus:
Un Homme Qui Dort (1974, von Georges Perec & Bernard Queysanne)
Johann Sebastian Bach: Messe In B moll, BWV 232 – Benedictus
(Kathleen Battle, Itzhak Perlman; John Nelson, Orchestra Of St. Luke’s)
Robert Schumann: Fantasiestücke, Op. 12 – 1. Des Abends (Sviatoslav Richter)
Franz Schubert: Impromptus, Op.142 (Murray Perahia)
© 2015 cie. toula limnaios



























