»la nef des fols« ist vom motiv des »narrenschiffs« inspiriert. dieses motiv reicht zurück bis plato, avancierte jedoch vom mittelalter bis heute zu einem immer brennenderen thema in literatur und kunst. »la nef des fols« lässt in verschiedene richtungen denken. dabei bleibt offen, ob die protagonist*innen eine überbordende gesellschaft vertreten, die mit feuereifer ein führungsloses schiff navigiert, das bereits den kurs verloren hat, oder ob sie versuchen unheil und gefahren zu entkommen. auf ihrer reise ins ungewisse der paradoxie totaler freiheit und zugleich vollkommenen gefangenseins unterworfen, streben sie frenetisch vorwärts.

in der fast surrealistischen allegorie der laster unserer zeit sucht die cie. toula limnaios nach dem gemeinschafts-stiftenden element in einer zunehmend erbarmungslosen welt. gewalt mischt sich mit momenten von licht und hoffnung, während den poetischen bildern trotz aller tragik immer auch eine schönheit zugrunde liegt.

»die reise des irren ist eine rigorose trennung, eingeschlossen im boot, aus dem es kein entrinnen gibt.«
michel foucault (aus: »wahnsinn und gesellschaft – eine geschichte des wahns im zeitalter der vernunft«)

KONZEPT/ CHOREOGRAPHIE/ RAUM
toula limnaios
MUSIK
ralf r. ollertz
TANZ/ KREATION
daniel afonso, francesca bedin, félix deepen, karolina kardasz, enno kleinehanding, amandine lamouroux, hironori sugata, alessia vinotto
ASSISTENZ
alice gaspari
TECHNISCHER LEITER/ LICHTDESIGN
felix grimm
KOSTÜME
kristina weiß-busch, toula limnaios
LICHT- UND BÜHNENTECHNIK
domenik engemann
TOURNEEN/KOOPERATIONEN
marie schmieder
PUBLIC RELATIONS
sarah böhmer

die cie. toula limnaios wird gefördert durch die senatsverwaltung für kultur und gesellschaftlichen zusammenhalt. medienpartner: tip berlin, the berliner