was ist normalität und was wahnsinn und wo liegen die grenzen? die realität und wie man sie versteht, hängt vom standpunkt ab; andere halten sie vielleicht für ver-rückt. die geschichte spiegelt sich im eigenen blick. die epoche der »dunklen romantik« und kunst von menschen mit psychischen ausnahmeerfahrungen inspirieren toula limnaios ebenso wie unsere alltägliche gegenwart. sie fragt nach dem, was nicht stimmt: zwanghaftes, obsessionen, ängste, entfremdung … den kehrseiten des menschen, wenn er nicht „funktioniert“.
psychische ausnahme-erfahrungen werden vor dem hintergrund ihrer jeweiligen zeit eingeschätzt, die schranken von der gesellschaft gezogen. dimensionen von wahnsinn können flucht vor der realität, auflehnung gegen einen normierungszwang, angst vor dem unbekanntem, unkontrollierbarkeit des andersartigen, unverständnis des fremden, das unberechenbare … sein. das neue stück fächert das verhältnis des einzelnen zur gruppe auf. aus der nähe betrachtet ist niemand normal. »broken mirror« demaskiert den alltäglichen wahnsinn, reflektiert ihn als teil der normalität. dort, wo innen- und außenwelt keine einheit bilden, bleibt die menschlichkeit aus.

das werk der cie. toula limnaios ist immer davon geprägt, zu erkunden, zu graben, zu hinterfragen, wie sich unsere leben verstricken, fortweben und auflösen, wie menschliche beziehungen uns definieren/ prägen. »broken mirror« erzählt nicht von den großen, weltpolitischen kämpfen, sondern zeigt das erschreckende in uns.

eine produktion der cie. toula limnaios mit freundlicher unterstützung des landes berlin, senatsverwaltung für kultur und europa. präsentiert von: exberliner, zitty.

 

konzept/choreographie

toula limnaios

musik

ralf r. ollertz

tanz/kreation

Daniel Afonso, Leonardo D’Aquino, Laura Beschi, Alba de Miguel, Alessio Scandale,Hironori Sugata, Karolina Wyrwal

lichtdesign

felix grimm

raum/kostüme

antonia limnaios, toula limnaios

choreographische assistenz

ute pliestermann

public relation

silke wiethe

tourneen kooperationen

sanya tsekov

licht und bühnentechnik

domenik engemann, jan römer