toula limnaios wurde 1963 in athen geboren. nach ihrer ausbildung in klassischem und modernem tanz, m. alexander- und laban-technik sowie musik und tanzpädagogik in brüssel, arbeitete sie als interpretin mit claudio bernardo, régine chopinot und als assistentin mit pierre droulers. später setzte sie ihre ausbildung an der folkwang hochschule in essen fort, wo sie nach kurzer zeit mitglied des folkwang tanzstudios unter der künstlerischen leitung von pina bausch wurde. sie hat sich in live-improvisationen mit den musikern konrad bauer und peter kowald einen namen gemacht und gründete 1996 die cie. toula limnaios. tourneen und gastspiele führten sie seitdem nach belgien, brasilien, deutschland, dänemark, frankreich, griechenland, irland, italien, litauen, lettland, österreich, polen, schweiz, senegal, spanien, zypern und venezuela. sie ist neben der leitung ihres ensembles auch als gastchoreographin am theater osnabrück, der hochschule für darstellende künste frankfurt/main, dem theater bielefeld und am nationaltheater thessaloniki tätig. 2007–2008 war toula limnaios gastprofessorin für choreographie an der ernst-busch-schule.

»toula limnaios kunst vollzieht sich in kleinen pinselstrichen. als choreographin der zwischenmenschlichen stimmungen ist sie eine malerin des intimen, eine poetin der innersten gefühle, die sie auf sehr zurückhaltende, umsichtige art auszudrücken weiß: wenn sie mit einer großen geste gefühle wachruft, die an jene durch pina bausch in szene gesetzten erinnert, macht sie es mit sehr viel mehr zurückhaltung, mit zartheit und äußerster empfindsamkeit und sie ist doch stets bedacht, ihr publikum dabei nicht zu verletzen oder gar vor den kopf zu stoßen. ihre werke strömen einen hauch von romantik aus, voll zartheit und tiefe, mit vergänglichen und zerbrechlichen bildern voller wärme und hoffnung, voller nostalgie. bilder, die die grenzen von traum und realität durchbrechen, in denen die kindheit einen wichtigen platz einnimmt, und die märchenwelt sich mit eben diesen bildern eng vermischen. nichts, was nicht ein auszug des herzens ist, findet bei toula limnaios ausdruck, wobei dort vielleicht die orginalität dieser künstlerin, einer perfektionistin der extreme liegt. ihre extreme zentrieren sich um den menschen, die mysterien seiner herkunft, um das feuer seiner zukunft.« (jean-marie gourreau, saison de la danse)