»life is perfect« ist ein tableau aus dem leben gegriffener geschichten auf dem schmalen grat zwischen momenten des glücks und den fallstricken der realität. wenn die staffage bricht, offenbart sie völlig anderes als gedacht: zunehmende grausamkeit, schweigen, gefühle der isolation und einsamkeit, die wir vor unserer eigenen tür erleben. es konfrontiert ordnung und harmonie mit deren instabilität und brechung. die glätte der schale macht auf die feinen risse aufmerksam, hinter denen sich ein disparates panorama öffnet – brutal und verletzlich, verstörend und virtuos, zärtlich und beklemmend.
eine poetische dokumentation über das ambivalente verhältnis zur realität, die den unwägbarkeiten des lebens folgt. durch poetische verdichtung und radikale intensivierung des alltäglichen verhaltens in stimmungsbildern, werden stereotypen entblößt. sie durchdringt die fassade des schönen scheins, macht die dahinter liegenden dissonanzen sichtbar. in polyphonen bildern, die ebenso real wie phantastisch sind, führt »life is perfect« in absurde welten mit doppeltem boden, in der nur wenige schritte genügen, um situationen umkippen zu lassen.

»atemberaubend schöne bilder, mitreißende musik und virtuose interpreten. dieses kunstwerk muss man gesehen haben !« (recife, 2007)

»mit ihren existentialistischen tiefenbohrungen hat sich die künstlerin eine ausnahmestellung in der deutschen tanzszene erworben. dabei bestechen ihre stücke immer durch ihre ausgeklügelte visuelle ästhetik. auf auslandstourneen wird sie als berliner vorzeige ensemble gefeiert.« (tagesspiegel, sandra luzina, 2007)

eine koproduktion der cie. toula limnaios, der halle, dem künstlerhaus mousonturm frankfurt/main, dem 5. internationalen tanzfestival athen & dem goethe-institut  athen. mit freundlicher unterstützung der kulturverwaltung berlin gefördert durch das nationale performance netz aus mitteln des bundes.
gastspiele: frankfurt/main, kopenhagen, recife, sobral, belo horizonte, athen, patras, thessaloniki, fortaleza, vilnius, riga

wiederaufnahmen 2014 tanz: giacomo corvaia, marika gangemi, adilso machado, samuel minguillon, hironori sugata, karolina wyrwal, inhee yu

konzept/choreographie

toula limnaios

musik

ralf r. ollertz

tanz/kreation

mercedes appugliese, nikos kamontos, elik niv, carlos osatinsky, ute pliestermann, katja scholz, hironori sugata

lichtdesign

klaus dust

kostüme

toula limnaios, antonia limnaios

public relation

silke wiethe

fotos

dieter hartwig

kritiken

»atemberaubend schöne bilder, mitreißende musik und virtuose interpreten. dieses kunstwerk muss man gesehen haben !« (recife, 2007)

»die cie. toula limnaios begeisterte vor 700 zuschauern im amphitheater von patras und präsentierte das beeindruckendste tanzstück seit jahren. großartige tänzer und wunderschöne musik!« (patras news, 2007)

»die fans lieben ihre inszenierungen wegen ihrer bildhaften ästhetik und facettenreichen, nuancierten choreografien. hinzu kommt die einmalige musik von ralf ollertz. mit ihm gründete limnaios das ensemble cie. toula limnaios, dessen eigene tanzbühne ist die halle. diese gilt als feine adresse für modernen tanz in berlin.« (berliner zeitung, 2008)

»das stück wird im gewitter der musik reich und reicher. das liegt an der überbordenden kraft der tänzer und der schönen gewalt der choreografin.« (ballet-tanz, arnd wesemann, 2007)

»ein tanztheater-bilderbogen, …großes tanztheater!« (tagesspiegel, 2008)

»…eine szenische collage, die um begegnungen, zwischenmenschliche konfrontation, intimität, verlust, emotionale unsicherheiten kreist. sieben tänzer und tänzerinnen erzeugen poetische tanztheaterbilder.« (berliner morgenpost)

»die compagnie zeigt ihr erfolgsstück. tanz aus berlin ist ein exportschlager. in brasilien, griechenland, litauen und lettland tourt sie mit ihrem bildstarken stück. jetzt ist das stück wieder in berlin zu sehen.« (tip, 2008)

»in den szenen findet die cie. toula limnaios immer wieder neue wunderbar eindrucksvolle, schmerzhafte bilder für die beziehungskonstellationen zwischen menschen. die musik von komponist ralf r. ollertz, der auf der bühne mit zither, mikro, klangschale, papier und schlagwerken seine elektronisch bearbeiteten klänge erzeugt, trägt entscheidend zum sog des beeindruckenden choreographie von toula limnaios bei. sie versorgt mit faszinierenden bildern, die lange im gedächtnis bleiben.« (www.hamburgtheater.de / berlin-spezial)

»… das schönste solo des abends obliegt hironori sugata: er leitet den überraschenden schluss ein zärtlich der wieder hoffnung macht.« (www.tanznetz.de & neues deutschland volkmar draeger, 2007)

»… rein optisch setzt toula limnaios einmal mehr auf bekannte tanztheater-elemente. doch sie findet einen eigenen zugang. was man anderswo schon viel zu oft gesehen zu haben meint, ergibt hier einen dichten bilderbogen. das stück wirkt harmonisch fließend, am ende sortiert sich das stück in zwei haufen, in sein und schein. ein schlussbild wie aus dem bilderbuch.« (zitty, constanze klementz, 2007)

»… die choreografin hält  sich nicht lange mit oberflächenreizen auf. toula limnaios ist dem inneren tumult auf der  spur, ihre stücke handeln von tiefer verunsicherung. wenn zwei  tänzerinnen sich ein bandoneon umhängen, scheinen auch die instrumente zu atmen. neu ist der  böse humor. schönheit und  schmerz, liebe und abhängigkeit, ihr gelingen immer wieder berührende  momente: das verlangen der frauen nach zärtlichkeit wird dann auf perfide weise erfüllt. eine halbnackte wird von der gruppe mit küssen übersät, bis ihr körper von rotem lippenstift gezeichnet ist. dann fallen die letzten hüllen …« (tagesspiegel, sandra luzina, 2007)

»es beeindruckte gerade limnaios’ konzentration aufs tänzerische: das ausloten der emotion, die vielschichtigkeit der beziehungen in der bewegung, das herausspielen von freiräumen. eine mit unendlichen facetten getanzte choreografie von starkem gestus.« (frankfurter neue presse, marcus hladek, 2007)

»›life is perfect‹. der titel ist schnell widerlegt: ahnungen, ängste und leidenschaften setzen die sieben tänzer in radikale bilder um, schaffen eine poetische auseinandersetzung mit rollenklischees. die choreographien der griechin toula limnaios bewegen sich auf den spuren innerer zerrissenheit. (3sat: kulturzeit: kulturtipps, 2007)

»die radikalität ihrer bilder, die virtuosität und poesie verdeutlichen, warum die compagnie und ihre bühne in der eberswalder straße als wichtiger bestandteil der tanzstadt berlin gelten.« (tip, 2007)

»zart und detailreich sind toula limnaios’ choreografien, die bewegungen fein ziseliert, oft überraschend. man sieht, dass hier eine tanzschöpferin am liebsten das ungewöhnliche aus dem tiefen brunnen der gesten und schritte holt – ohne auf originalität um jeden preis zu setzen.« (frankfurter rundschau, 2007)

»klang und tanz spielen mit klischees, mit der sehnsucht nach dem perfekten. ›gibt’s nicht!‹, ruft alles. und doch: am ende bleibt ein poetisches bild von einem haufen hüllen und der schönheit enthüllter körper, schützend aneinandergeschmiegt.« (frankfurter allgemeine sonntagszeitung, eva-maria magel, 2007)

»… ihre bewegungssprache ist ebenso vielfältig wie einfallsreich. nach einem filmtitel truffauts könnte die limnaios choreographie überschrieben sein: sie küssten und sie schlugen sich – dazwischen gibt es alle nuancen.« (frankfurter rundschau, sylvia staude, 2007)